Insolvenzrecht

Insolvenzrecht, ein Bereich des Zivilrechts

Das Insolvenzrecht ist ein Bereich des Zivilrechts, der das Verhältnis zwischen Gläubigern und Schuldnern bei drohender oder bestehender Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung regelt. Nach § 1 Insolvenzordnung (InsO) dient das Insolvenzverfahren dazu, die Gläubiger eines Insolvenzverfahrens zu befriedigen, in dem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt wird. Dem redlichen Schuldner soll dabei jedoch die Gelegenheit gegeben werden, sich von seinen Verbindlichkeiten zu befreien.

 

Unternehmensinsolvenz und Privatinsolvenz für Verbraucher und Kleingewerbetreibende

Im Fall der Insolvenz eines Betriebes  bleibt es das vorrangige Ziel des Insolvenzverwalters, das Unternehmen zu erhalten. Bei den insolvenzrechtlichen Mandaten ist zu unterscheiden, ob ein Verbraucher oder aber ein Unternehmen bzw. Unternehmer von der Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung betroffen ist. Für Verbraucher und Kleingewerbetreibende sieht die Insolvenzordnung statt dem Regelinsolvenzverfahren das auch als Privatinsolvenz bezeichnete Verbraucherinsolvenzverfahren vor.

Bevor ein Insolvenzantrag für Verbraucher und Kleingewerbetreibende gestellt wird, muss zwingend ein außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren, das wir für Sie als Schuldner vorbereiten, durchgeführt werden. Erst wenn das Schuldenbereinigungsverfahren gescheitert ist, was wir Ihnen als geeignete Stelle i.S.d. § 1 Abs. 1 InsOAG,BW bescheinigen dürfen, steht Ihnen als Schuldner der Weg zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens offen. Auf das Insolvenzverfahren folgt dann das Restschuldbefreiungsverfahren, an dessen Ende bei ordnungsgemäßem Verhalten des Schuldners durch Beschluss des Insolvenzgerichtes die Restschuldbefreiung erteilt werden kann.

 

Regelinsolvenzverfahren für Unternehmer und Unternehmen

Für Unternehmer und Unternehmen sieht die InsO dagegen das Regelinsolvenzverfahren vor. Mit dem Regelinsolvenzverfahren wurde ab dem 01.12.2001 den Selbständigen und ehemals Selbständigen mit unübersichtlichen Vermögensverhältnissen (mehr als 19 Gläubiger) die Möglichkeit eröffnet, das Insolvenzverfahren auch für eine Ordnung der Vermögensverhältnisse aller natürlichen Personen in Anspruch zu nehmen. Eine die Kosten des Verfahrens deckende Masse muss nicht vorhanden sein. An den Abschluss des Regelinsolvenzverfahrens kann sich ebenso wie im Verbraucherinsolvenzverfahren eine Restschuldbefreiung anschließen. Die Verfahrenskosten können auf Antrag gestundet werden. Insbesondere für kleine und mittelständische Selbständige wird damit die Möglichkeit eröffnet, ihre selbständige Tätigkeit fortzusetzen. 

 

Im Rahmen des Insolvenzrechts das Unternehmen erhalten

Wir verfügen über langjährige Erfahrungen und fundierte Kenntnisse im Insolvenzrecht. Den in eine wirtschaftliche Krise geratenen Unternehmen empfehlen wir, sich bereits vor einer drohenden Zwangsvollstreckung oder sogar Zwangsversteigerung mit unserer Kanzlei Bauer & Partner in Heidenheim in Verbindung zu setzen. Häufig kann eine Insolvenz dazu beitragen, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit oder sogar Existenz zu erhalten. Als eine gerade auf mittelständische Unternehmen ausgerichtete Kanzlei stehen wir Ihnen gerne bereits im Vorfeld einer Krise zur Verfügung. Selbstverständlich betreuen wir auch juristische Personen bei der Analyse, ob die Insolvenz notwendig und sinnvoll ist. Wir vertreten diese bei den Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter, den Gläubigern und gegenüber dem Insolvenzgericht. Zur Beantwortung Ihrer Fragen und zur Terminvereinbarung nehmen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit uns auf.